Donnerstag, 24. Oktober 2013

Den Körper spüren und mal lachen

Tagebuch der psychosomatischen Tagesklinik 2

Gestern fühlte ich mich irgendwie einsam und nicht recht dazugehörig, ich war grundlos traurig und hatte das Lied "Fool on the Hill" ein paar Stunden lang im Kopf. 
Bin ich etwa dieser seltsame Narr auf dem Hügel, den niemand so recht leiden mag und der niemanden interessiert?
Gefühle der Kindheit kamen in mir auf, wie zu Beginn der Therapie auch schon öfter, doch diesmal anders, gepaart mit Selbstmitleid. 
Ich habe überhaupt keinen Bock auf Selbstmitleid, weil es mich in keiner Weise voranbringt und bin auch nicht der Typ des einsamen Weisen wie der "Fool on the Hill" - damit kann und will ich mich nicht mehr identifizieren. Aber Tatsache ist daß ich mich traurig, einsam und unverstanden fühlte. 

Der Tag heute war von Anfang an komplett anders - ich fühlte mich sofort wohl in meiner Gruppe von Mitpatienten, konnte in der ersten Gruppentherapie meine Skepsis äußern und erlebte die Therapie außerordentlich wohltuend. Ich konnte viel bei unseren Körper-spür-Übungen lachen und meine Laune wurde zusehends besser. Danach fühlte ich mich selbst körperlich viel wohler!
Die Therapie wirkt von Anfang an bei mir, warum und wieso ist mir nur zum Teil bewußt - ist mir aber auch ziemlich egal - Hauptsache ich komme aus meiner tiefen Höhle der Angst und Panik irgendwie heraus!

Es ist so einiges bei mir in Bewegung - und das ist sehr gut. Wenn sich etwas ändern soll muß sich ja auch etwas bewegen, hoffentlich ist es von Dauer!

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