Freitag, 8. Mai 2015

Was mir zur Zeit hilft - Teil 4 (Gedankenkontrolle)

Es wird von vielen vermutet, daß der Vitamin D-Spiegel im Blut einen Einfluß auf Depressionen hat, was man reichlich im Internet recherchieren kann.

Besonders in der dunklen Jahreszeit wird dieses Vitamin ja aufgrund des Sonnenmangels nicht genügend vom Körper produziert, so daß es nicht schaden kann während dieser Zeit den Mangel mit einem Vitamin D3 Präparat (800IE) auszugleichen - was ich ab Oktober dann auch tat.
Ich hatte zwar keine Hoffnung auf den "großen Wurf" und nicht die Erwartung eine Art Allheilmittel gefunden zu haben, bemerkte aber spätestens im Dezember in der Tat eine Wirkung auf meine Seele.
Ein bischen wunderte es mich schon daß das typische "Weihnachtstief" diesmal ganz ausblieb und meine Stimmung sich weiter stabilisierte. An der "Angstfront" beruhigte sich die Situation allerdings nur ganz allmählich und eher unscheinbar. Aber ich hatte den Eindruck einer langsamen Aufwärtsspirale. (Mit gelegentlichen Einbrüchen)

Der Schauplatz (oder besser Kampfplatz) meiner Ängste und Depressionen ist hauptsächlich die Gedanken- und Gefühlswelt. Und negative Gedanken spielen die größte Rolle bei den Dingen die mich runterziehen und krank machen.
Da ich jeden Morgen bete und etwas Bibel lese gebe ich Gott bewusst die Gelegenheit ein paar gute, positive Gedanken in diesen Suppenkessel meiner Gedankenfabrik einzustreuen.
Und ein Gedanke wurde mir besonders wichtig und sehr hilfreich:

Als Depressiver mache ich mir ja ständig irgendwelche Selbstvorwürfe über meine Fehler, Schwächen; Sünden und Unzulänglichkeiten. Ich zerfleische mich ständig selber und mache mich selber noch zusätzlich fertig - als ob meine Ängste und Depressionen mich nicht schon genug fertig machen würden...

Dieser Gedanke, der eine Art Glaubenssatz für mich wurde lautete:
Wem nützt es eigentlich wenn du dich ständig selber fertig machst? Es bringt weder Gott irgendetwas, weil es mir nicht weiterhilft auf seinen Wegen zu gehen und es macht mich keinen Deut besser. Es nützt mir selbst nichts sondern macht mich nur noch kränker!
Und es nützt auch niemand Anderem etwas, weil es mich nicht liebesfähiger oder zu einem besseren Menschen macht.
Diese Selbstkasteiung macht alles nur noch schlimmer - also höre ich ab SOFORT damit auf! 
Ich höre auf mich zu richten, zu tadeln und selbst zu bestrafen.
Selbstvorwürfe sind sogar eine Sünde weil in der Bibel steht daß wir niemand richten sollen und daß das Gericht allein Gott zusteht: ER allein ist ein gerechter Richter! (Jak.4, 11-12)
Ich lasse jetzt diese Position des Richters los und überlasse sie dem gnädigen und gütigen Gott!
Mein Psychotherapeut half mir diesen und einige gute andere Gedanken zu verfestigen indem er mich darin ermutigte und bestärkte. Das war ganz wichtig auf dem Weg!
Ich sagte der Selbsterniedrigung den Kampf an und errichtete innerliche Bollwerke um meine Gedankenwelt: Sobald ein solcher Gedanke ankommt sage ich STOP und fange an ihn zu bekämpfen. (2.Kor.10,3-5)
Darin wurde ich sehr fleißig und duldete auch keine unterschwelligen Gefühle oder Gedanken in der Richtung. Und es ging tatsächlich! Ich kann diese Gedanken zum Schweigen bringen.

Und DAS hilft mir tatsächlich! Aber es ist noch nicht alles, es geht bald weiter... :-) >>>


Kommentare:

  1. Spontan gelesen, wichtiges Thema für Viele: Wie denke ich um, wie verwandle ich negative Gedanken in positiv... Danke für die praktischen Tipps dazu!

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  2. genial danke. freut mich sehr das es dir besser geht.

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